Nachhaltigkeit im Einkauf: Diskutieren Sie mit!

Nicht erst seit der aktuellen Klimadebatte gehört für den Einkauf die Einhaltung ökologischer und sozialer Vorgaben zum Tagesgeschäft. Der Einfluss des Einkaufs auf die Supply Chain ist groß. Nachhaltigkeit wird mehr und mehr zum festen Bewertungskriterium für Lieferanten, schließlich entstehen die größten Umweltprobleme in den weltweiten Lieferketten. Klimagase, Luftverschmutzung, Wasserverbrauch, Landnutzung, Sozialstandards sind im Einkauf längst mehr als Buzzwords, obschon die Transparenz bis zum Rohstoff bisweilen eine Herkulesaufgabe ist.

Gesetzliche Vorgaben umsetzen

Nicht nur die Umsetzung der Klimaziele (bis 2030 Halbierung der CO2-Emissionen, bis 2050 CO2-Neutralität), die Nachweispflicht für Konfliktrohstoffe, die Verpflichtung zur nichtfinanziellen Berichterstattung oder das aktuelle EU-Kreislaufwirtschaftspaket machen die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen in der Lieferkette dringlich. Hierfür hat der Einkauf in den letzten Jahren die Voraussetzungen geschaffen. Schließlich ist ein professionelles Lieferantenmanagement die Basis für eine engmaschige Kontrolle und Entwicklung der Lieferanten in allen Vorstufen.

Was muss der Einkauf berücksichtigen, um nachhaltiger zu agieren?
Welche Vorteile bringt dies mit sich?

Nachhaltig einkaufen bedeutet die in der Gesamtbetrachtung beste Preis-Leistung bezüglich ökonomischer, ökologischer und sozialer Faktoren zu erhalten. Voraussetzung hierfür ist eine mehrdimensionale, ganzheitliche Betrachtung der Lieferanten.  Im Gegensatz zu etablierten Einkaufspraktiken, die oft nur die ökonomische Komponente berücksichtigen.

Nachhaltig sparen

Nachhaltigkeit wirkt sich auch ökonomisch durchaus positiv aus. Wer auf einen effizienten Materialeinsatz achtet, spart Kosten. Oft genügen geringfügige Design- oder Materialveränderungen, damit Rohstoffe leichter wiederverwertet werden können. Recycling senkt die Entsorgungskosten. Dabei müssen Wiederaufbereitung, Zweitnutzung und Recycling von Anfang an mit bedacht werden. Produktdesign, Entwicklung, Materialauswahl, das alles spielt für nachhaltiges Wirtschaften eine große Rolle. Ein nachhaltiger Einkauf ist noch viel enger in die gesamte Wertschöpfungskette eingebunden.

Krisen vorbeugen

Gesellschaft, Investoren und Politik haben steigende Erwartungen, denen Unternehmen gerecht werden müssen. Die Kosten für Imageschäden können schnell in die Millionen gehen. Nachhaltiges Handeln im Einkauf ist die Voraussetzung dafür, damit solche Krisen erst gar nicht entstehen. Nachhaltigkeit braucht transparente Lieferketten. Sie helfen dem Einkauf im Risikomanagement, weil Gefahren frühzeitig erkannt und Potenziale genutzt werden können.

Nachhaltige Einkaufsstrategie

Wie wird der Einkauf nachhaltiger? Grundvoraussetzung ist die Anpassung der Unternehmenskultur, auf deren Grundlage Einkaufsstrategien entwickelt werden, die auch den künftigen gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Diskutieren Sie mit!

Für einen intensiveren Austausch zum Thema Verantwortung und Nachhaltigkeit im Einkauf stehen wir auf dem BME Sustainablity Summit am 28./29 August 2019, in Frankfurt am Main zur Verfügung.
Wir freuen uns auf eine rege Diskussion und Ihre Einschätzung zum Thema. Lassen Sie uns Einkaufsorganisationen entwickeln, die einen hohen Wertbeitrag liefern und ebenso verantwortungsbewusst, im Sinne kommender Generationen, handeln!

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